"HELLE, FRISCHE UND SÜßE WASSER"
So sprach im 14. Jahrhundert der aus Arezzo stammende Dichter Francesco Petrarca (1304-1474), als er die Schönheit seiner Geliebten vor den murmelnden Wassern besang.
Ein Meer en miniature, im Umfang klar definiert, mit Steinen anstelle von Sand und mit Süßwasser. Ein See ist nichts anderes als ein Becken, mit Wasser gefüllt, angesammelt in natürlichen Vertiefungen. Ihre Gestalt erhielten diese Becken infolge bestimmter geologischer Vorgänge, wie zum Beispiel Einbrüchen von Teilen der Erdoberfläche, Gletschererosion, Vulkanaktivität oder durch andere Phänomene der Erosion.
Ausschließlich genährt von Flüssen, Quellen oder Gletschern, versinnbildlichen die Seen nicht nur eine Welt, die es in Gänze zu entdecken gilt. Vielmehr stellen sie auch ein nützliches Naturreservat für die Bewässerung von Feldern oder die Produktion von Energie dar. Die Umgebung der Seen bietet einen ständigen Wechsel unterschiedlicher Landschaften. Sie sind umrahmt von hohen Bergen, prunkvollen Palästen, alten Schlössern, historischen Villen oder mittelalterlichen Burgen, und immer ist der Olivenbaum vorherrschend. Man kann die Seen aus ganz verschiedenen Gründen auswählen: aufgrund ihrer majestätischen Landschaften zum Beispiel, aber auch um zu baden, oder um zahlreiche Sportarten zu betreiben, wie zum Beispiel Fischen, Rudern, Tauchen oder für Bootfahren. Aber auch wegen anderer, weniger bekannter Seiten, wie zum Beispiel ihrer archäologischen Ausgrabungsstätten, den Traditionen oder der Küche wegen, lohnen sich die Seen als Reiseziel allemal.
Wer einen Urlaub am See wählt, verbringt seine Tage im Zeichen der Natur, der Ruhe und der Kultur. Welcher Ort also wäre dafür besser geeignet als Italien, das Land, das mehr Seen zählt als alle anderen Halbinseln Südeuropas? In diesem schönen Land, dem Belpaese Italien, insbesondere in den Alpen, befinden sich die wichtigsten Süßwasserbecken. Primus inter pares ist der Gardasee, auch Benacus genannt, der eine Oberfläche von circa 370 Quadratkilometern hat und die italienischen Regionen Veneto, Lombardei und Trentino/Südtirol umfasst. Und dann der Lago Maggiore, der Comer See, der Iseo-See, der Idro-See, die vulkanischen Seen von Bolsena, Bracciano, Vico, und schließlich der Trasimenische See im Appennin oder die zahlreichen anderen Seen (von Lesina, Varano, Salpi), die hier und dort die italienischen Küsten säumen.
Wer Ruhe oder Heiterkeit eines Urlaubs am See sucht, hat allein die Qual der Wahl unter den zahlreichen touristischen Einrichtungen, die sich an den Ufern jedes großen oder kleinen italienischen Sees befinden
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